Ziele

Das Förderprogramm „Kultur macht stark“ ermöglicht Kindern und Jugendlichen, die in Risikolagen aufwachsen, den Zugang zu kultureller Bildung. Gefördert werden Projekte, die sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren richten.

Das Programm bietet die Möglichkeit, kreative Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Durch „Kultur macht stark“-Angebote wird die Persönlichkeit gestärkt und soziale Kompetenzen werden ausgebaut.

Mehr Chancengleichheit durch kulturelle Bildung.

Fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland wächst aktuell in einer schwierigen sozialen Situation auf. Geringe Bildung, niedriges Einkommen oder Erwerbslosigkeit der Eltern schränken ihre Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg ein (vgl. nationaler Bildungsbericht 2020). Allen Kindern und Jugendlichen gute Bildungschancen, gesellschaftliche Teilhabe und Zugänge zu den vielfältigen Angeboten Kultureller Bildung zu ermöglichen, ist das Ziel des Programms „Kultur macht stark“.

Seit 2013 unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung deshalb lokale Bündnisse für Bildung bei der Umsetzung von außerschulischen Projekten der kulturellen Bildung.

Neue Lernwelten erschließen – außerschulische Projekte fördern 

Außerschulische Bildungsangebote leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Bildungserfolg und soziale Herkunft zu entkoppeln. Durch die außerschulische, freiwillige Beschäftigung mit kulturellen Inhalten und die Begegnung mit Kulturschaffenden in den Projekten von „Kultur macht stark“ eröffnen sich Kindern und Jugendlichen neue Zugänge zur Bildung. Die Projekte bauen eine Brücke zu öffentlichen Lernwelten wie Museen, Theatern, Bibliotheken. In einer unbelasteten Lernumgebung fördern sie das selbstbestimmte Mitgestalten und schaffen eine Basis für lebensbegleitendes Lernen.

Wirksamkeit

Die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur wirkt sich positiv auf die Kreativität aus und unterstützt die persönliche Entwicklung. Speziell Kinder und Jugendliche, die in schwierigen Verhältnissen leben, profitieren von den Effekten der außerschulischen kulturellen Bildung. In den Projekten von „Kultur macht stark“ erfahren junge Menschen persönliche Wertschätzung, sie erleben das Gefühl von Selbstwirksamkeit und entdecken für sich neue Perspektiven. Die aktive Auseinandersetzung mit Theater, Musik, Malerei, Literatur oder auch mit dem kreativen Potenzial digitaler Medien stärkt ihre Fähigkeiten der Wahrnehmung, der Gestaltung und der sozialen Interaktion und schafft damit Grundlagen für persönliches Wachstum, die Entfaltung von Kreativität und gesellschaftliche Teilhabe.

Bündnisse für Bildung: lokale Netzwerke für die Zukunft

Die Verantwortung für die Bildung junger Menschen muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden. Mit den Bündnissen für Bildung formieren sich lokale Netzwerke von Akteuren der Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit mit dem Ziel, vor Ort dauerhaft Unterstützungs- bzw. Bildungsangebote zu etablieren. Die Bündnisse machen kulturelle Bildung im Sozialraum der Kinder und Jugendlichen erfahrbar und regen auch Eltern und ehrenamtliche Helfer oder weitere Einrichtungen aus dem Umfeld zur Mitarbeit und -gestaltung an. So entstehen durch neue, oft ungewöhnliche Partnerschaften Bildungslandschaften, in denen großartige Ideen und persönlich bereichernde Erfahrungen möglich werden. Unterstützt werden die Bündnisakteure in ihrer Arbeit durch ein breites Beratungsangebot sowie die Förderung von Austausch und Vernetzung durch Informationsveranstaltungen.

In Kürze

  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus sozialen, finanziellen oder bildungsbezogenen Risikolagen
  • Entwicklung von Netzwerken der Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit
  • Positive Veränderung des in Deutschland ausgeprägten Zusammenhangs zwischen Herkunft und Bildungserfolg
  • Stärkung eines positiven Selbstkonzeptes
  • Vorhandene Kompetenzen unterstützen, weitere entwickeln und fördern
Es sind Pinsel, Schere, Buch, Farbe, Regisseurstuhl und Kinder beim Malen und am Laptop abgebildet.
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